Jürgen Graf

 

Gerhard Förster, deutscher Erfinder, Patriot und Wahrheitssucher


22. März 1920 - 23. September 1998 - Eine Würdigung von Jürgen Graf

Jürgen Graf



Ich habe Gerhard Förster am 1. April 1993 persönlich kennengelernt, nachdem wir zuvor bereits miteinander telefoniert und korrespondiert hatten. Zu jenem Zeitpunkt war ich arbeitslos; ich hatte meine Stelle als Lehrer für Französisch und Latein an der Sekundarschule und dem Progymnasium Therwil eine Woche zuvor aufgrund der Publikation meines revisionistischen Erstlings Der Holocaust auf dem Prüfstand verloren. Förster legte mir bei unserem ersten Treffen in seinem Haus zu Würenlos sein Projekt dar: Er bat mich, die erste systematische, kritisch kommentierte Sammlung von Zeugenaussagen über die angeblichen Judenvergasungen in deutschen Konzentrationslagern zu erstellen. Da ich im Prüfstand bereits eine erhebliche Menge solcher Aussagen angeführt hatte und mit der "Holocaust"-Materie schon ziemlich gut vertraut war, schien ich ihm der rechte Mann für diese Aufgabe zu sein, zumal es mir an Zeit ja nicht mangelte. Erscheinen sollte das Buch in dem Verlag, den Gerhard Förster damals zu gründen plante und dem er später den Namen "Neue Visionen" gab.

Mit dem Besuch Prof. Robert Faurissons in der Schweiz (3. bis 5. Juli 1993) nahm das Projekt greifbare Gestalt an. Nach seinem Vortrag bei der Avalon-Gesellschaft in Bern, bei welchem ich als Dolmetscher zugegen war, suchte Faurisson Förster in Würenlos auf und erteilte ihm nützliche Ratschläge für das geplante Buch. Wir entschieden uns für eine Begrenzung auf das KL Auschwitz, da dieses in der "Holocaust"-Literatur sowie im - durch die Medienpropaganda geprägten - Bewußtsein der Öffentlichkeit eine ganz und gar beherrschende Position einnimmt.

Försters Buchprojekt führte dazu, daß ich Anfang September 1993 Carlo Mattogno kennenlernte, mit dem ich seither eng befreundet bin und regelmäßig zusammenarbeite. Da Mattogno eine große Anzahl von sonst kaum auffindbaren Texten zum Thema Auschwitz besitzt, besuchte ich ihn und seine Familie für einige Tage in ihrem Wohnsitz unweit von Rom, um die für das künftige Buch in Frage kommenden Texte zu kopieren. Anschließend machte ich mich an die Arbeit. Sie war im Mai 1994 beendet; im August desselben Jahres, einige Monate vor dem Inkrafttreten des totalitären Maulkorbgesetzes, erschien bei "Neue Visionen" dann das Buch Auschwitz. Tätergeständnisse und Augenzeugen des Holocaust in einer Auflage von 3000 Exemplaren. Eine zweite Auflage ließ Förster Anfang 1998 drucken.

Unsere Zusammenarbeit war damit noch nicht beendet. Schon seit langer Zeit hatte ich mich nämlich mit dem Gedanken getragen, den "Holocaust" in Dialogform abzuhandeln. Den Anstoß dazu hatte das 1993 erschienene, hervorragende Buch Vorlesungen über Zeitgeschichte von "Dr. Ernst Gauss" (Pseudonym für Germar Rudolf) gegeben, in dem die Ausführungen des dozierenden "Dr. Gauss" von den (fiktiven) Zuhörern mit Fragen unterbrochen werden. Im Gegensatz zu diesem Werk sollte das neue Buch, dessen Konzept ich bereits mehr oder weniger deutlich im Kopf trug, einen echten Dialog zwischen zwei Gruppen enthalten, von denen die eine die herkömmliche Version des "Holocaust" vertrat, während die zweite die revisionistische Auffassung verfocht Neben dem "Holocaust" sollte aber auch über andere heikle Fragen der Zeitgeschichte kontradiktorisch debattiert werden. Ich wählte schließlich die Form einer fiktiven Projektwoche zum Thema Zeitgeschichte in einer deutschen Schulklasse. Den Ort, wo sich die erdachten Schülerdiskussionen abspielten, taufte ich "Sanningen" (schwedisch: "Die Wahrheit" und zugleich eine Anspielung auf den Bevölkerungsstatistiker Walter Sanning, Autor der bahnbrechenden demographischen Studie Die Auflösung). Die Dialoge sowie die Rahmengeschichte müssen äußerst wirklichkeitsgetreu ausgefallen sein, denn zu meinem grenzenlosen Erstaunen gab es zahlreiche Leser, welche die Fiktion für bare Münze nahmen. Eine ältere Dame wollte sogar wissen, wo denn Margarete Lämple (die ermordete Romanheldin) begraben liege - sie wollte ihr Grab mit Blumen schmücken!

Todesursache Zeitgeschichtsforschung (der ausgezeichnete Titel stammte nicht von mir, sondern von Förster) erschien im Herbst 1995, also zu einem Zeitpunkt, wo das totalitäre Denkverbotsgesetz bereits in Kraft war. Ich habe mich niemals auch nur einen Deut um diese juristische Monstrosität geschert, ebensowenig wie Förster. Wir waren beide nicht gewillt, uns von den Juden vorschreiben zu lassen, was wir denken, sagen und schreiben durften. Eine zweite Auflage der Todesursache, die gewiß nicht mein wissenschaftlichstes, aber mein bei den Lesern populärstes Werk geworden ist, erschien parallel zur zweiten Auflage von Auschwitz. Tätergeständnisse... Anfang 1998.

Ein drittes Mal kam es zwischen Gerhard Förster und mir zur Zusammenarbeit, als er Ende 1996 beschloß, die Broschüre Vom Untergang der Schweizerischen Freiheit (von ihm "Das Rotbuch" getauft) zu veröffentlichen. Eigentlich hätte diese in dem von Rolf-Josef Eibicht herausgegebenen Sammelband Unterdrückung und Verfolgung deutscher Patrioten erscheinen sollen, doch da der Verleger zwecks Vermeidung strafrechtlicher Konsequenzen keine offen revisionistischen Aufsätze publizieren wollte, lehnte er meinen Beitrag, ebenso wie einen von Faurisson verfaßten über die "Loi Gayssot" in Frankreich, nachträglich ab. Förster erklärte sich dann bereit, ihn als Broschüre zu drucken und zu verbreiten.

Ich habe Gerhard Förster rund dreißig mal in seinem Haus in Würenlos aufgesucht und dabei die allmähliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes miterlebt. Mit Hochachtung verfolgte ich, wie er sich trotz seiner oft mit heftigen körperlichen Schmerzen verbundenen Krankheiten (er litt an Zucker, Osteoporose sowie anderen Gebrechen) zäh und unbeirrbar dem Aufbau und der Entwicklung seines kleinen Verlages widmete, ohne sich durch die im Sommer 1995 einsetzenden polizeilichen Schikanen sowie die ständigen Belästigungen durch das Mediengeschmeiß kleinkriegen zu lassen. Förster hat die Segnungen des "Rechtsstaates" Feigelschen Modells bei unzähligen inquisitorischen Befragungen durch einen analphabetischen ehemaligen Dorfpolizisten und heutigen Badener Untersuchungsbeamten, bei Hausdurchsuchungen, Bücherbeschlagnahmungen und schließlich beim Badener Prozeß vom 16. Juli 1998 erfahren, wo er unter der närrischen Anklage der "Rassendiskriminierung" zu 12 Monaten Gefängnis ohne Bewährung sowie zu einer hohen Busse verurteilt wurde. Der bei dieser Justizposse anwesende Robert Faurisson verlieh seinem Ekel darüber beredten Ausdruck, wie die Gerichtsvorsitzende Staubli einen todkranken Greis mit Fragen über seine persönlichen Überzeugungen bedrängte. Für einen mir befreundeten armenischen Professor war jener Prozeß der "Beginn des Bolschewismus in der Schweiz".

Förster ertrug die abstoßende Prozeßfarce mit seiner üblichen Gelassenheit. Daß er angesichts seines Gesundheitszustandes kein Gefängnis mehr von innen sehen würde, war ihm bewußt, und sein Vermögen hatte er rechtzeitig seinem Neffen vermacht, so daß für den Unrechtsstaat kein Rappen abfallen wird.

Die Zusammenarbeit mit Gerhard Förster war nicht immer problemlos, doch haben wir die gelegentlich auftauchenden Schwierigkeiten stets überwunden. Er kannte und duldete meine Schwächen, so wie ich die seinen kannte und tolerierte. Nachdem er sich im Abwehrkampf des Deutschen Reiches gegen den Bolschewismus und die anglo-amerikanische Plutokratie als Frontsoldat und Erfinder bewährt und sich in der Nachkriegszeit als Meister der Technik erwiesen hatte (rund 50 Patente zeugen davon), hat dieser trockene, oft bissig wirkende, aber durch und durch integre Mann in seinen letzten Lebensjahren zur Entwicklung des historischen Revisionismus einen erheblichen Beitrag geleistet.

Ich erinnere mich noch sehr genau an den Tag, an dem mir Förster den eigentlichen Grund seines revisionistischen Engagements enthüllte. Sein Vater, ein Schlesier, war wie über zwei Millionen anderer Ostdeutscher bei der mit unfaßbaren Grausamkeiten verbundenen Vertreibung der ostdeutschen Bevölkerung aus ihrer Heimat umgekommen. Förster war verbittert darüber, daß kein Mensch über diesen Genozid sprach. "Nur vom Holocaust und den Gaskammern ist ständig die Rede", klagte er. Da er schon seit ca. 1980 die Wahrheit über den "Holocaust" und die "Gaskammern" kannte, beschloß er, seinen letzten Lebensabschnitt dem Kampf gegen die große Lüge unseres Jahrhunderts zu weihen. Der Tag sollte kommen, wo niemand mehr die Abtrennung urdeutschen Gebiets, die Vertreibung der Ostdeutschen und die damit verknüpften Schandtaten mit dem Hinweis auf einen "Holocaust" und "Gaskammern" entschuldigen oder relativieren konnte. Daß er selbst diesen Tag nicht mehr erleben würde, war ihm klar. Als nüchterner Realist glaubte er nicht an ein Wunder in Form eines jähen revisionistischen Durchbruchs. Er kannte die Kräfteverhältnisse, er wußte, wer die Medien kontrolliert, und von wem die Justiz Befehle entgegennimmt, hat er ja selbst erfahren. Doch wollte er zu dem irgendwann nach seinem Ableben kommenden Durchbruch beitragen, und dies hat er getan.

Ich habe Gerhard Förster zum letzten Mal am 20. September 1998, einem Sonntag, gesehen. Er befand sich in einem Krankenhaus in Wettingen, wo ich ihn in Begleitung unseres gemeinsamen Freundes Arthur Vogt sowie seiner treuen serbischen Sekretärin Anita besuchte, und war guten Mutes. Ein alter Traum von ihm war es, ein Buch über Kopernikus zu verfassen, der ihn zeit seines Lebens fasziniert hatte. Weil er zum Schreiben nun zu schwach war und ich die ihm unverständlichen polnischen Quellen lesen konnte, bat er mich bei unserer letzten Begegnung, diese Aufgabe als Ghostwriter zu übernehmen.

Dazu wird es nun nicht mehr kommen, denn knapp drei Tage später, in den Morgenstunden des 23. September 1998, ist Gerhard Förster friedlich und schmerzlos verstorben. Da ich an jenem Tag nach Florida flog, habe ich von seinem Tod erst nach meiner Rückkehr erfahren und war auch beim Begräbnis nicht dabei (wohl aber später bei der Abdankung). - Der Verlag "Neue Visionen" wurde bald darauf aufgelöst; meine Bücher Auschwitz. Tätergeständnisse... sowie Todesursache Zeitgeschichtsforschung sind bei V.H.O., Postbus 60, 2600 Berchem-2, Belgien, erhältlich.

Gerhard Förster hat sich um sein Vaterland und um die historische Wahrheit verdient gemacht. Ich schulde ihm persönlichen Dank, weil er als einziger in der Schweiz den Mut und die technischen Möglichkeiten hatte, meine Bücher auch nach dem Inkrafttreten des totalitären Denkverbotsgesetzes zu publizieren.

"Herr Frischknecht, was haben Sie in Ihrem Leben eigentlich Positives geleistet?", hat Förster einen einschlägig bekannten "Medienschaffenden", der gerade über ihn "recherchierte", einmal gefragt, und der "Medienschaffende" geriet arg ins Stottern. Dies wäre Gerhard Förster nicht passiert. Er hat in seinem Leben sehr viel Positives geleistet, und wer ihn kannte, wußte dies zu würdigen. Requiescat in pace - er ruhe in Frieden!

Basel, 30. Januar 1999, Jürgen Graf


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